Dating-Datenbank

Der Algorithmus der Anziehung – Was in Profilen wirklich funktioniert (Daten vs. Mythos)

Was macht ein Profil erfolgreich? Anekdoten gibt es viele, doch die Datenbank liefert handfeste Erkenntnisse, die oft von gängigen Mythen abweichen.

Die harten Fakten zu Fotos:

Quantität: Profile mit 3-5 hochwertigen Bildern haben eine bis zu 200% höhere Like-Rate als solche mit nur einem Bild oder einer Fülle schlechter Bilder.

Qualität & Inhalt: Ein klares, lächelndes Porträt als erstes Bild ist unschlagbar. Daten zeigen, dass Fotos mit echtem Lächeln (mit Zähnen) die positivste Reaktion hervorrufen. Aktionsfotos (z.B. beim Sport, Wandern, Musizieren), die eine Leidenschaft zeigen, steigern die Attraktivität deutlich. Der häufigste Fehler: Gruppenfotos als erstes Bild, bei dem der Nutzer nicht klar identifizierbar ist.

Der Selfie-Faktor: Professionelle Fotos wirken oft zu gestellt. Authentische, aber hochwertige Selfies oder von Freunden gemachte Fotos in natürlichem Licht performen besser.

Die Macht der Bio – in Zahlen:

Länge: Eine Bio mit 50-150 Zeichen hat die optimale Balance zwischen Information und Lesbarkeit. Leere Bios senken die Antwortrate um über 60%.

Inhalt: Spezifische Angaben („Ich suche jemanden für Konzertbesuche und Wochenendausflüge in die Natur“) performen besser als vage Floskeln („Ich mag Lachen und Spaß“). Die Nennung von konkreten Hobbys (z.B. „Bouldern“, „Brettspiele“, „Weinverkostung“) fungiert als effektiver Filter und Anziehungspunkt für Gleichgesinnte.

Negativ-Ton: Selbstironie wird geschätzt, aber Negativität („Keine Spielchen!“, „Werde nicht ghosten“) wirkt abstoßend und senkt die Like-Rate drastisch.

Prompt-Antworten & Dealbreaker: Die clever genutzten Fragen- oder Prompt-Funktionen (z.B. „Eine spontane Überzeugung: …“) sind Gold wert. Originelle, witzige oder nachdenkliche Antworten generieren die meisten Kommentare und Likes. Daten belegen, dass häufig genannte Dealbreaker in Suchfiltern „Rauchen“, „uneindeutige Absichten“ und „mangelnde Bildungs-/Berufsangaben“ sind.

Fazit: Der Datenbank zufolge gewinnt nicht der/die „Perfekte“, sondern der/die Authentische und Spezifische. Algorithmen priorisieren Profile mit hoher Interaktionsrate (Likes, Antworten auf Prompts). Ein durchdachtes, ehrliches Profil, das eine konkrete Persönlichkeit zeigt, ist der effektivste Weg, um den Algorithmus für sich arbeiten zu lassen.

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