Selbstreflexion Leicht Gemacht

Das Dating-Logbuch – Vom emotionalen Wirrwarr zur strukturierten Notiz

Reflexion beginnt mit Dokumentation. Doch direkt nach dem Date im Kopf zu wühlen, bringt selten Klarheit. Die Lösung ist ein strukturiertes Dating-Logbuch – nicht als Tagebuch der Gefühle, sondern als sachliches Protokoll für Ihre persönliche Entwicklung.

So führen Sie es effektiv:

Feste Zeit, fester Ort: Nehmen Sie sich 15-20 Minuten, spätestens am Morgen nach dem Date. Nutzen Sie eine Notiz-App oder ein physisches Notizbuch.

Die Kernfragen (Fakten vor Gefühlen):

Ort & Aktivität: Wo wart ihr? Was habt ihr gemacht?

Konversations-Kern: Was waren die 2-3 Hauptthemen? (Nicht „wir haben über alles geredet“, sondern „Beruf, Reisen nach Asien, Hundehaltung“).

Beobachtung zur Dynamik: Wer hat mehr gefragt? Gab es natürliche Schweigen oder durchgehenden Flow?

Körperliche & non-verbale Signale (objektiv): War die Körpersprache offen (zugewandt, entspannt)? Gab es viel Augenkontakt/Lachen?

Meine Leistung – Eine Selbstbewertung:

Vorbereitung: Habe ich mich auf das Date/Thema vorbereitet? War ich pünktlich?

Präsenz: War ich mental wirklich anwesend oder mit Gedanken woanders?

Zuhören: Habe ich aktiv zugehört und vertiefende Fragen gestellt, oder nur auf meinen nächsten Satz gewartet?

Authentizität: Habe ich mich so gegeben, wie ich bin, oder eine Rolle gespielt?

Ein-Satz-Fazit: Fassen Sie in einem Satz zusammen: „Es war ein unterhaltsamer Abend, aber ich spürte keine romantische Spannung“ oder „Die Gespräche waren herausfordernd, aber ich fühle mich angeregt.“

Der Vorteil: Nach 3-5 Einträgen werden Muster sichtbar. Scheitern Ihre Dates immer an derselben Stelle? Fühlen Sie sich in bestimmten Settings wohler? Das Logbuch verwandelt subjektive Eindrücke in analysierbare Daten und ist der erste Schritt weg vom Bauchgefühl, hin zur gezielten Selbstoptimierung.

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